Moovel: Neue Mobilitätsplattform zur Fahrtenplanung

Bisher war für meine Wege durch die Hauptstadt die Online-Fahrplanauskunft der BVG die erste Anlaufstelle. Auf der re:publica13 wurde ich jedoch zufällig auf ein neues Tool zur Fahrtenplanung aufmerksam. Die Plattform moovel.com spuckt für angegebene Routen nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Tram, U/S-Bahn) aus, sondern gleich noch verfügbare Carsharing-Autos, Taxen und Mietfahrräder.

Die erste klasse Sache an moovel ist die Übersichtlichkeit. Auf dem Ausgabe-Screen sieht man die gefundenen Verkehrsmittel gemeinsam mit dem Fahrpreis auf einer Zeitschiene und kann direkt vergleichen, welche Variante am sinnvollsten ist. Die Liniennummern des ÖPNV sind ebenso angegeben, wie das Kennzeichen des nächstliegenden Car2Go. Mit einem Click auf die jeweilige Verbindung landet mann dann in der Detailansicht.

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Ausgabescreen moovel.com

 

Äußerst praktisch auch: Die direkte Vernetzung mit Taxi und Carsharing. Direkt aus moovel heraus lässt sich mit wenigen Mausclicks das Auto reservieren oder via mytaxi ein Taxi bestellen. Da die Plattform von der Daimler AG umgesetzt wurde, ist das Angebot allerdings auf Car2Go beschränkt, die Konkurrenz von Flinkster oder DriveNow wird nicht berücksichtigt.

Ein weiteres nettes Feature ist die Kartenansicht, in welcher die nächstgelegenen Haltestellen angezeigt werden. Mit einem Click auf die entsprechenden Icons sieht man dann die entsprechenden ÖPNV-Abfahrtszeiten der gewählten Haltestelle in Echtzeit, die Eigenschaften des ausgewählten Carsharing-Autos – oder die Möglichkeit einer Taxireservierung.

 

Die Kartenansicht von Moovel

Die Kartenansicht von Moovel

 

Moovel gibt es als Mobile Web Anwendung oder als App für iPhone und Android-Geräte. Leider ist das System bisher nur für Berlin, Stuttgart und das Ruhrgebiet implementiert. Erweiterungen sind jedoch in Planung. Dann sollen auch Mitfahrgelegenheiten integriert werden.

Ich persönlich finde dieses Tool extrem praktisch, deutlich flexibler und übersichtlicher als die “klassischen” Fahrtauskunftsseiten. Sobald es für ganz Deutschland verfügbar und auch der Fernverkehr integriert ist, prophezeie ich ihm ein sehr hohes Nutzerpotential, v.a. im Mobile Bereich.