Mit Brötchen zum Traumpartner – Beziehungsphilosophie mal anders

Erkenntnisse aus einem Gespräch mit Jennifer Düing.

Morgens, kurz nach 8 Uhr. Aus den Bäckereien lockt der Duft frischgebackener Brötchen. Man läuft vorbei und bekommt Hunger. Doch nicht immer entspricht die tatsächliche Qualität der Backwaren auch dem Geruch, sprich dem ersten Eindruck. Möglicherweise bietet die Bäckerei eine Straße weiter bessere Brötchen Ähnlich ist es bei der Begegnung mit einem potentiellen Partner. Man sieht jemand auf der Straße, der erste Eindruck macht Lust auf mehr. Was nun? Der Verlockung nachgeben oder vielleicht doch erstmal das Angebot genauer betrachten? Interessanterweise kann man die Wahl eines Partners und die eines belegten Brötchens durchaus miteinander vergleichen… das Äußere muss stimmen – das ist beim Einen wie beim Anderen das Erste, das ins Auge fällt. Wenn dies passt, lohnt es sich genauer hinzuschauen – auf die weiteren Qualitätsmerkmale. Passt der “Brötchenbelag”, sprich die inneren Werte? Ensprechen sie dem persönlichen Geschmack? Hier kommen wir allerdings schon zum großen Hindernis – so selten man in einer Bäckerei “Probe essen” kann, so selten kann man sich auch jemand “zur Probe” mitnehmen. Also lieber testen und riskieren, schlechte Erfahrungen zu machen? Was kann man verlieren? Im einen Fall ein verdorbenes Frühstück, im anderen Fall ein verpatztes Date. Danach kann man immer noch das Angebot wechseln – an Erfahrung reicher. Eine Langzeitbeziehung muss man ja nicht sofort anfangen. Und auch wenn es nicht klappt… vielleicht gewinnt man ja auch einen guten Freund – der einen morgens mit frischen Brötchen überrascht.

Broetchen
Vielfältig: Brötchen genau wie Menschen.