Bessere Gesundheitsleistungen durch Marktführerschaft?

Zum 1. Januar diesen Jahres fusionierten die Barmer Ersatzkasse und die Gmünder Ersatzkasse (GEK) zur neuen Barmer GEK. Nach eigenen Angaben entstand aus dieser Hochzeit Deutschlands größte Krankenkasse. In der Mitgliederzeitrschrift “Gesundheit konkret” äußert sich die neue Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer unter anderem wie folgt zum Thema:

“Gemeinsam mit unseren Versicherten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und unseren Gesundheitspartnern verfolgen wir unseren Vorsatz für 2010 “gesund bleiben – gesund werden”. Für dieses Ziel werden wir unser ganzes Engagement in die Waagschale werfen. Dazu bieten wir unseren Versicherten mehr Leistung für Familien von der Prävention über Homöopathie bis zu Versorgungsprogrammen  – mit einer individuellen und passgenauen Information – persönlich, online, telefonisch und schriftlich.”

Na… mitgekommen? Wie darf man diese drei mit unzähligen Kommata und Bindestrichen gespickten Sätze nun auslegen? Über die Nachrichten wurde bekannt, dass die Barmer GEK wohl 2010 auf die umstrittene Gesundheitszulage verzichten wird, dennoch spricht Birgit Fischer auch ganz klar davon, die Versicherten in die Pflicht nehmen zu wollen.

Ob dann tatsächlich die Leistungen auch hochgefahren werden, bleibt abzuwarten – ich zumindest biss bei der bisherigen GEK bei der Kostenübernahme meiner (nachweislich wirksamen) Heuschnupfen-Akupunktur auf Granit. Und auch die angesprochene Kundeninformation wird sich beweisen müssen. Denn auch diese war bei der GEK bisher immer so ein bisschen der Schwachpunkt – zumindest, was das schriftliche, telefonische und elektronische anging.

Ich für meinen Teil, werde das erste Jahr Barmer GEK sehr genau beobachten und dann entscheiden, ob ich dieser neuen “Marktführer”-Krankenkasse weiterhin mein Vertrauen schenke – oder doch wechsle, wie ich es eigentlich schonmal vorhatte.