Angekommen in der Hauptstadt

Mal ein kurzes Lebenszeichen aus Berlin. Seit Montag abend bin ich in meiner neuen Wohnung in Oberschöneweide angekommen. Am Vormittag darauf kam dann auch das Umzugsunternehmen mit meinen Möbeln. An dieser Stelle mal noch ein dickes Dankeschön und Respekt an die Möbelpacker, die sich hier fast zu Tode geschleppt haben. ;)

Die Wohnung selbst sieht sehr gut aus… die einzigen ganz kleinen Wermutstropfen sind der sehr empfindliche Linoleumboden in Schlaf- und Wohnzimmer, der etwas nach Turnhalle aussieht – und die sehr enge Durchfahrt in den Innenhof zur Garage. Jedesmal beim Rein- und Rausfahren zwei Doppeltüren plus Garagentor öffnen und zwei Treppenstufen hochklappen müssen, ist doch etwas umständlich. Und mein Roverchen passt gerade so durch. Dafür ist die Garage selbst riesig. Die Wohnung besticht auch mit schön viel Platz und tollem Ambiente mit massiven Holzbalken. Sieht klasse aus. Und ich habe eine große Küche – mit funktionierenden Küchengeräten und ordentlichen Leitungen. Damit war ich ja in meiner ersten Wohnung in Bermaringen bei Ulm nicht wirklich gesegnet…

Die Möbel stehen inzwischen auch fast alle. Hier in Berlin musste ich mir noch eine Waschmaschine, einen Küchen- und einen Esstisch zulegen. Die Stühle zum Esstisch kommen leider erst kommende Woche, genauso wie die neue Kaffeemaschine. Noch länger braucht es leider, bis ich hier funktionierendes Kabelfernsehen sowie Telefon und Internet habe. Momentan bin ich nur sporadisch mit UMTS-Stick online. Ansonsten hab ich sowieso noch bisschen was zu tun mit Kartons auspacken und Kleinkrust einräumen.

Die Umgebung hab ich natürlich auch schon etwas erkundet… Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier in Hülle und Fülle. Rewe und Lidl sind direkt vor der Tür, ein weiteres Einkaufszentrum am S-Bahnhof in 10 Minuten Fußweg. Auch Currywurst-, Döner- und Chinaimbiss sind vor Ort. Leider allerdings auch weniger schöne Sachen. In zwei Wochen ist ja Wahl hier in Berlin – und die Straßen hier sind übersät mit Plakaten der rechtsextremen Parteien NPD und Allianz Pro Deutschland. :-( Ich glaube, hier prallen zwei Welten aufeinander – denn der Bezirk Treptow-Köpenick hat heute die besten Wahlergebnisse für die Rechten in Berlin… und das, obwohl ich auf der Straße den Eindruck einer durchaus multikulturellen Gesellschaft habe. Schöneweide selbst war zu NS-Zeiten übrigens eine Hochburg des Widerstands. Ich hoffe, dass die Menschen in zwei Wochen dem historischen Beispiel folgen und die NPD aus der Bezirksverordnetenversammlung rauswählen.

Ansonsten empfange ich Ende der kommende Woche schon Besuch – am Samstag, den 10. September ist ja die “Freiheit statt Angst” – zu diesem Anlass werden ein paar Piraten bei mir übernachten. Und direkt danach geht es am Institut los.

Soweit für den Moment… ;-)