7 Monate Praktikum vorbei – ein kleines Fazit…

Mit dem heutigen Tage endete meine Praktikumszeit in der Marketingabteilung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU). Das war’s. Sicher, ein etwas komisches Gefühl war es schon, zum endgültig letzten Mal meine Bürotür hinter mir zu schließen, den Karton mit den persönlichen Sachen auf dem Arm. Das Zurückschauen und -winken beim letzten Verlassen des Parkplatzes durch die Schranke.

Und was bleibt? Sicherlich das Gefühl, letzten September das Richtige gewählt zu haben. Flashback: Ich hatte die Wahl zwischen den SWU und einem Autozulieferer in Ludwigsburg. Ganz abgesehen davon, dass die Wirtschaftskrise sich am anderen Arbeitsplatz wohl deutlicher bemerkbar gemacht hätte – die interessantere Erfahrung war sicherlich in Ulm. Ich begann, mich wohl zu fühlen in der großen weiten Welt von Unternehmensstrategie, Webdesign, Eventmanagement, Werbung und Kundenkommunikation. Nicht zuletzt das bunt gemischte Team aus den verschiedensten Charakteren, das – wenn es darauf ankam – aber zumeist harmonierte prägte die gute Arbeitsatmosphäre. Wenn auch mit einem winzigen Wermutstropfen – während die Meisten uns Praktikanten auch “anspruchsvollere” Aufgaben oder das ein oder andere Projekt zutrauten, gab es doch auch Einzelne, für die Praktikant gleichbedeutend mit Laufbursche zu sein schien. Aber dies blieb zum Glück beschränkt – so dass ich über die ganze Zeit für mich selbst auch einiges in Sachen Eigenständigkeit und vor allem Zeitmanagement gelernt habe.

Sehr interessant war auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen – am Ende kamen Abschiedsmails aus dem Vertrieb, der Pressestelle, den Zentralen Diensten, der Personalabteilung und dem Sekretariat der Geschäftsführung – was mich natürlich persönlich sehr gefreut hat. Aber auch zeigt, dass die “Chemie” und die Kollegialität innerhalb fast der kompletten SWU sehr ausgeprägt ist. Deswegen auch kein Thema, dass ich ab und zu auch für eher “fachfremde” Aufgaben wie Neukundenakquise für “kommunikative Stromzähler” oder die Auswertung einer Umfrage der Mitarbeiterzeitung herangezogen wurde.

Und zu lachen gab es natürlich auch einiges… zwei Praktikanten in einer Blätterflut eines Mailings – mit 280 Briefen à 3 Seiten. Zwei Praktikanten mit einem Thermographiedrucker, der während der Fahrt fröhlich quer durch den ganzen Transporter rollte – und dabei um Himmels willen nicht umkippen durfte! Unzählige Fahrten zum “Loftcube”, einem Energiespar-Wohn-Glaswürfel auf dem Gelände der Landesgartenschau Neu-Ulm, in dem die Inneneinrichtung auf Raten abgebaut wurde, und uns doch jedes Mal die eingebaute Luxuskaffeemaschine zum etwas längeren Bleiben überredete. Und last but not least – das große Fest zur Einweihung der Straßenbahn-Verlängerung nach Böfingen – mit E.A.V. Konzert nach getaner Arbeit und anschließendem feucht-fröhlichen Feiern fast der kompletten Marketingabteilung.

Und jetzt kommt natürlich noch die unvermeidliche Frage, “Was habe ich für meine Zukunft und meine Berufswahl gelernt?”… auf jeden Fall die Tatsache, dass Marketing genau mein Ding ist. Es kann ein stressiger Job sein – ohne Frage – und feste Arbeitszeiten gelten auch nur bedingt. Dennoch war das, was ich mitbekommen habe, äußerst spannend – auch wenn ich gerne noch tiefere Einblicke gewonnen hätte, beispielsweise in der Zusammenarbeit mit externen Agenturen. So weiß ich zumindest nun, in welche Richtung ich mich orientieren werde – herzliche Grüße an “meine” Abteilung K6 – es war geil bei euch!